
Glossar
A-Netz
Dies war das erste Mobilfunknetz in Deutschland. Es
wurde 1958 eingeführt und arbeitete noch mit handvermittelten
Verbindungen. Doch im Jahre 1977 wurde der Dienst eingestellt.
Er war technisch völlig überholt.
B-Netz
ist nach dem A-Netz das zweite Mobilfunknetz in Deutschland
gewesen. Es wurde 1972 mit nur 37 Übertragungskanälen
eingeführt. Das Problem bestand darin; die Anrufer
mussten wissen, in welcher Region der Empfänger
aufhielt. Im Jahre 1980 wurde das B-Netz zum B1-Netz
und B2-Netz ausgebaut. Das B1-Netz hatte 37 Kanäle
und das B2-Netz 75 Kanäle. Der Betrieb wurde jedoch
1994 eingestellt.
BLUETOOTH
Ist ein neuer Funkverbindungsstandard. Damit lassen
verschiedene Geräte wie Laptop, Drucker und Handys
zusammenschalten. Bluetooth kann auch durch Wände
senden, da es nicht auf Infrarottechnik basiert, sondern
auf Funktechnik.
C-Netz
War das dritte analoge Mobilfunksystem, auch bekannt
als C-Tel. Seit 1984 in Betrieb, wird das C-Netz von
digitalen Mobilfunknetzen immer mehr verdrängt,
da die Übertragung im C-Netz oft stark rauscht
und so vor allem bei Daten- oder Faxübertragungen
zu Störungen führt. Dadurch wurde es dann
endgültig durch das D-Netz abgelöst.
D-Netz
Ist seit 1992 in Betrieb. Dies teilt sich in zwei Mobilfunkbereiche
auf: D1 (T-Mobil) und D2 (Mannesmann Mobilfunk). Beide
basieren auf dem internationalen GSM-Standard.
Im Vergleich zur analogen Technik ist die Verbindung
beim Telefonieren meist klar und deutlich, da analoge
Sprache in digitale Signale umgewandelt wird. Vorteil:
Die Übertragung von Daten und Faxen ist - anders
als beim C-Netz - deutlich sicherer.
DCS
Abkürzung für "Digital Cellular System".
Europäischer Standard für Mobilkommunikation
im Frequenzbereich 1800 MHz.
DTX
Discontinuous Transmission. Das ist ein System, mit
dem die Sendeleistung des Mobiltelefons in Gesprächspausen
gesenkt und damit weniger Akku-Energie verbraucht wird.
Dual-Band
Dies ist die Fähigkeit, in mehreren Frequenzbereichen
zu telefonieren. Während viele Mobiltelefone nur
für eine bestimmtes Frequenz ausgerichtet und daher
international sehr beschränkt oder gar nicht einsetzbar
sind, verfügen Handys der neuesten Generation über
das sogenannte Dual-Band oder Triple-Band und sind beispielsweise
auch in Japan oder den USA einsetzbar.
Dualband-Handys
Das sind Mobiltelefone für D- und E-Netze. Diese
Handys können sowohl auf dem 900 Megahertz Frequenzband
der D-Netze (D1 und D2) als auch im 1800 Megahertz-Bereich
der E-Netze (E1 und E2) senden und empfangen. Seit kurzer
Zeit ist es auch möglich, dass die D-Netz-Handys
auch im 1800 Frequenzbereich senden. Einige besondere
Dualband-Handys (Tribandhandys) sind für die D-Netze,
E-Netze und die amerikanischen GSM 1900-Netze ausgelegt.
E-Netz
Ein anderes Digitales Mobilfunknetz, seit 1994 in Betrieb
und ausschließlich für Handys konzipiert.
Das E-Netz arbeitet in einem höheren Frequenzbereich
1800 Mhz. Durch die Dichte der Basisstationen kommt
das Netz mit geringen Sendeleistungen (0,25 - 1 Watt)
aus. Die derzeitigen Anbieter sind E1 E Plus
und E2 - Viag-Interkom.
EIR
Equipment Identity Register. Im GSM-System zur Identifikation
von Mobiltelefonen anhand ihrer Seriennummer (IMEI-Nummer)
eingesetzt.
FDDI
Dies ist eine Abkürzung für "Fiber Distributed
Data Interface". Das Standardprotokoll für
die schnelle, weitreichende Übertragung in Lichtwellenleitern
(auch Glasfaser genannt) mit garantiert hoher Datensicherheit,
da Glasfaserkabel nicht abgehört werden können.
FDMA
Ist die Abkürzung für "Frequency Division
Multiple Access". Technisches Grundprinzip aller
heute angebotenen Mobilfunknetze. Mit dem Multifrequenzverfahren
werden die zur Verfügung stehenden Frequenzen in
Teilbereiche für die Verbindung vom Mobiltelefon
zur Basisstation und für die Verbindung der Basisstation
zum Mobiltelefon aufgeteilt. In beiden Frequenzbereichen
stehen gleichzeitig mehrere Übertragungskanäle
für die Übertragungen zur Verfügung.
Fiber Optic
Fachbegriff für "Glasfaser-Kabel", die
schnellsten Datenleitungen, die heute existieren.
Funkzelle
Alle aktuellen Mobilfunknetze (D1, D2, E1 und E2) sind
in einer Zellenstruktur aufgebaut. Die Größe
der jeweiligen Zelle entscheidet darüber, wie viele
Teilnehmer gleichzeitig telefonieren können. Verlässt
ein beweglicher Teilnehmer, etwa ein fahrendes Auto,
seine Funkzelle, wird die Verbindung automatisch vom
Netz an die Nachbarzelle übergeben.
GSM:
Diese Abkürzung steht für " Groupe Spéciale
Mobile", der seit 10 Jahren europäische Standard
für die Übermittlungen von mobilen Kommunikationsdaten.
Das ist der Standard, mit dem alle Provider in Deutschland,
wie D1, D2, E- plus und Viag-Interkom arbeiten.
Die Übertragungsrate liegt bei 9600 Bit/Sekunde.
GPRS:
"General Packet Radio Service"
Diese Technologie für Funktelefone ist die zur
Zeit schnellste Möglichkeit für einen Handynutzer
ins Internet zu gelangen. Die Übertragung erfolgt
mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 000 Bit/s.
Hierbei werden die Daten in Pakete aufgeteilt und dann
übertragen. GPRS hat nicht nur den Vorteil in der
Geschwindigkeit gegenüber WAP sondern auch, dass
der Nutzer immer online ist aber nur zahlt wenn neue
Daten übermittelt werden.
HSCSD
Abkürzung für"High Speed Circuit Switched
Data". Ein Kanalbündelungs-System, das im
GSM-Standard statt bisher einem mehrere Funkkanäle
bereitstellt. Vorteil: Die Datenübertragungsrate
(derzeit 9600 Bit/Sekunde) steigt. Nachteil: HSCSD eignet
sich nur für Funknetze, die noch über viele
freie Kapazitäten verfügen.
ISDN:
"Integrated Services Digital Network"
Es ist das Prinzip zur Übertragung von Sprache
und Daten. Es arbeitet im Gegensatz zur herkömmlichen
Telefonverbindung mit digitalen Daten statt mit analogen
Daten. ISDN hat eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit
64 000 Bitpro Sekunde (64 kbit/s), ist geringer störanfällig
und umfast mehr Kommunikationsdienstleistungen, wie
z. B. eine Schaltung von Dreierkonferenzen. Ausserdem
ist es möglich zu telefonieren und gleichzeitig
im Internet zu surfen.
Odyssey
Ist ein geplantes satellitengestütztes Mobilfunknetz
der US-Firma TRW und der kanadischen Firma Teleglobe,
mit Beteiligung von Bosch und dem französischen
Thomson-Konzern. Zwölf Satelliten sowie zwei Reservesatelliten
sollen in einem Orbit von 10 000 Kilometern für
einen weltweiten Zugriff auf das Netz sorgen. Dieses
System wurde aber im Jahr 1997 eingestellt.
RLP
Radio Link Protocol. Übertragungsprotokoll, das
beim Datenfunk auftretende Fehler auf der Funkstrecke
automatisch erkennt und behebt.
SMS
"Short Message Service"
Dies erlaubt Kurzmitteilungen in den GSM Funktelefonnetzen
(s. o.), von maximal 160 Zeichen. Diese Mitteilungen
können parallel zum Telefonat empfangen werden.
Die Eingabe dieser Nachrichten erfolgt über die
Tastatur des Funktelefons.
SSL
Dies ist eine Abkürzung für "Secure
Socket Layer". Ein Protokoll zur sicheren Überragung
von sensiblen Daten wie Kreditkarten oder Kontonummern
über das Internet durch ein Verschlüsselungsverfahren.
Mit einem öffentlichen zugänglichen Schlüssel
werden die Daten codiert und können dann nur mit
dem dazugehörigen "privaten" Schlüssel
wieder dechiffriert werden.
UMTS
Universal Mobile Telecommunications System. Neuer Datentransfer-Standard,
der den mittlerweile oft überlasteten GSM-Standard
in den D- und E-Netzen ergänzen soll. UMTS soll
eine bessere Sprachqualität bieten, Übertragungsraten
von bis zu 2 Megabit bereitstellen (30 Mal schneller
als ISDN) und mobile Videokonferenzen und Fernsehen
in Echtzeit ermöglichen. Wird in Europa und Asien
frühestens 2001, spätestens bis 2003 eingerichtet.
USDC
United States Digital Cellular Network. Amerikanisches
Mobilfunknetz, nicht kompatibel zum in Europa verbreiteten
GSM-Standard.
WAP
Wireless Application Protocol"
Es erlaubt zur Zeit fast nahezu unbegrenzte Handy-Möglichkeiten.
Der neue Technologie. Standard ermöglicht den drahtlosen
Zugang auf bestimmte und speziell für das Handy
umprogrammierte Internetseiten. Man surft mit dem WAP-Handy
(noch) nicht auf jede beliebige Homepage, sondern auf
extra für das Handy abgespeckte Inhalte. Diese
bestehen meistens aus Texten und kleinen Grafiken wie
Aktienkurse oder Logos von Homepages.
Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei 9600
Bit/s. Abhilfe schafft das GPRS bringen (s. o.). Es
schafft eine Übertragungsrate von 100 000 Bit/s.
Zeitschlitz
Auf einem Funkkanal werden beim GSM-Mobilfunk bis zu
acht Gespräche gleichzeitig übertragen. Tatsächlich
funken die acht Teilnehmer auf ihrem Kanal zu leicht
versetzten Zeitabschnitten, den sogenannten Zeitschlitzen.
Ein Zeitschlitz hat eine Dauer von 577µs. Demnach
muss jeder Teilnehmer 8 x 577µs = 4,616 ms warten
bis er wieder an der Reihe ist. Pro Sekunde erhält
somit ein Teilnehmer genau 1000ms/4,616ms = 216,638
mal einen Zeitschlitz.
Was ist UMTS?
UMTS steht für Universal Mobile Telecommunications
System.
UMTS ist Bestandteil der Vision IMT-2000
der International Telecommunication Union
bezüglich eines globalen Standards von mobilen
Kommunikationssystemen der dritten
Generation (3G).
UMTS wird bei der Schaffung eines zukünftigen
Massenmarktes für hochwertige
multimediale Funkverbindungen, der bis zum Jahr 2010
weltweit 2 Mrd. User erreichen soll,
eine Schlüsselrolle spielen.
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